Eu­ro­pa­po­li­tik

Es ist eine der wich­tigs­ten po­li­ti­schen Fra­gen, die wir in den nächs­ten Jah­ren klä­ren müs­sen: Wie ge­stal­tet die Schweiz ihr Ver­hält­nis zu Eu­ro­pa? Wie soll die zu­künf­ti­ge Be­zie­hung zur Eu­ro­päi­schen Union (EU) aus­ge­stal­tet sein? Nicht nur die Un­ter­neh­men, son­dern auch jeder Ein­zel­ne von uns pro­fi­tiert von der engen Ver­net­zung mit un­se­ren Nach­barn. Für die Wirt­schaft ist dabei der mög­lichst un­ge­hin­der­te Zu­gang zum eu­ro­päi­schen Bin­nen­markt zen­tral. Der Er­halt und die Wei­ter­ent­wick­lung der Bi­la­te­ra­len Ver­trä­ge ste­hen des­halb ganz oben auf der Prio­ri­tä­ten­lis­te von eco­no­mie­su­is­se.

Unsere Position

Bi­la­te­ra­le si­chern und wei­ter­ent­wi­ckeln

  • eco­no­mie­su­is­se setzt sich für eine wirt­schafts­freund­li­che und eu­ro­pa­kom­pa­ti­ble Um­set­zung der Mas­sen­ein­wan­de­rungs­in­itia­ti­ve ein. Die Zu­wan­de­rung soll über einen Schutz­klau­sel­me­cha­nis­mus ge­steu­ert wer­den.
  • Die Bi­la­te­ra­len Ver­trä­ge mit der EU sind für die Schwei­zer Wirt­schaft von gröss­ter Be­deu­tung und müs­sen ge­si­chert wer­den. 
  • Der bi­la­te­ra­le Weg mit der EU muss zudem wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den.
  • Der Al­lein­gang ist für unser Land heute und in Zu­kunft keine Lö­sung.

STARK + VER­NETZT - UN­SE­RE KAM­PA­GNE FÜR EINE KON­STRUK­TI­VE EU­RO­PA­PO­LI­TIK

Ge­mein­sam mit zahl­rei­chen an­de­ren Or­ga­ni­sa­tio­nen aus Wirt­schaft, Ge­sell­schaft, Po­li­tik und Wis­sen­schaft setzt sich eco­no­mie­su­is­se für eine so­li­de Part­ner­schaft mit Eu­ro­pa ein. Im Zen­trum steht dabei die Web­sei­te un­se­rer Kam­pa­gne stark+ver­netzt. Schau­en Sie un­se­ren Image­film an, stö­bern Sie durch die Fak­ten oder wer­den Sie selbst aktiv. 

«Das Rot un­se­rer Fahne wurde im Aus­land er­fun­den»

Die Brü­der Jo­hann Hein­rich und Hans Ru­dolf Zel­ler klau­en in Nîmes etwas, was der Schweiz ein paar Jahre spä­ter ein ganz neues Aus­se­hen ver­lei­hen wird. Sie er­ler­nen im 18. Jahr­hun­dert in Frank­reich das Krapp­ver­fah­ren, mit dem sie Stof­fe rot fär­ben kön­nen – zuvor muss­ten die Eu­ro­pä­er Rot­garn im Ori­ent ein­kau­fen. Der künst­li­che Farb­ton nennt sich tür­ki­schrot. Die Zel­lers keh­ren zu­rück nach Zü­rich und er­öff­nen dort eine Tex­til­fa­brik. Von ihnen schau­en sich wie­der­um Glar­ner die Tech­nik ab und röten fort­an ihre Tüech­li eben­falls mit dem Krapp­ver­fah­ren. Doch nicht nur Tüech­li: 1848 be­schliesst die Schweiz, dass ihre Flag­ge nicht mehr grün-rot-gelb und somit wie die­je­ni­ge von Ghana, Äthio­pi­en oder der Ras­ta­fa­ri-Be­we­gung aus­se­hen soll. Die neue Schwei­zer Flag­ge soll nur rot sein mit einem weis­sen Kreuz. Und weil die Glar­ner diese Fah­nen her­stel­len, sind sie nicht nur rot, son­dern tür­ki­schrot.

In der Folge ent­wi­ckelt sich die Schweiz zu einem in­ter­na­tio­nal er­folg­rei­chen Tex­til­stand­ort. Die Glar­ner Kopf- und Hals­tü­cher sind über­all be­gehrt, vor allem bei den Mit­tel- und Süd­ita­lie­ne­rin­nen. Ein­zig die Schot­ten kön­nen mit ihren ka­rier­ten Stof­fen mit­hal­ten – die sie üb­ri­gens auch tür­ki­schrot fär­ben. Die Ost­schweiz wird zur Tex­til­hoch­burg, im Kan­ton Glarus ar­bei­ten im 19. Jahr­hun­dert 3000 Men­schen in 21 Fa­bri­ken. Mitt­ler­wei­le ist die Tex­til­in­dus­trie der Schweiz wie­der ge­schrumpft, aber der Han­del mit den Nach­barn blüht wei­ter­hin. In kei­nem eu­ro­päi­schen Land wächst die Nach­fra­ge nach Schwei­zer Stof­fen und Klei­dern mehr als in Deutsch­land und Ita­li­en. Und das klas­si­sche Glar­ner Tüech­li ist üb­ri­gens nach wie vor tür­ki­schrot. 

Ein biss­chen Schweiz steckt üb­ri­gens auch in Prada: Amal Cloo­ney trägt sie, Anna Win­tour auch, Oprah Win­frey eben­so: Ge­meint sind Sti­cke­rei­en der St. Gal­ler Firma Bi­sch­off Tex­til AG. Das preis­ge­krön­te Un­ter­neh­men be­lie­fert Kun­den wie Vic­to­ria’s Se­cret, Va­len­ti­no oder Prada. Und das Ganze meis­tert Bi­sch­off Tex­til ohne Star­de­si­gner, son­dern mit einem Krea­tiv­team aus vier Leu­ten und einem Lehr­ling in St. Gal­len.

Hier wei­te­re span­nen­de Ge­schich­ten lesen