Hand balanciert Geldmünzen auf hölzernen Wippe

Mehr Geld, aber auch schär­fe­re Kon­trol­len

Der Bun­des­rat hat heute be­schlos­sen, das Ge­samt­vo­lu­men der Bürg­schaf­ten für Not­kre­di­te an Schwei­zer Un­ter­neh­men auf 40 Mil­li­ar­den Fran­ken zu ver­dop­peln. Aus Sicht von eco­no­mie­su­is­se ist diese Ent­schei­dung rich­tig. Der Wirt­schafts­dach­ver­band un­ter­streicht aber auch, dass das Miss­brauch­s­po­ten­zi­al auf ein Mi­ni­mum re­du­ziert wer­den muss.

Nach­dem im Zuge der Co­ro­na-Krise bis am 2. April be­reits mehr als 76'000 Über­brü­ckungs­kre­di­te mit einem Ge­samt­vo­lu­men von 14,3 Mil­li­ar­den Fran­ken ge­spro­chen wur­den, hat der Bun­des­rat heute sein Hilfs­pa­ket auf 40 Mil­li­ar­den aus­ge­baut. Die­ser Schritt kommt für eco­no­mie­su­is­se nicht über­ra­schend, denn die Teil­still­le­gung der Wirt­schaft ver­ur­sacht wei­ter­hin schwer­wie­gen­de Pro­ble­me. Es ist des­halb un­ab­ding­bar, dass aus­rei­chend Li­qui­di­tät be­reit­ge­stellt wird, um rein pan­de­mie­be­ding­te Kon­kur­se und Ent­las­sun­gen auf ein Mi­ni­mum zu re­du­zie­ren.

Der Wirt­schafts­dach­ver­band be­grüsst aber aus­drück­lich, dass der Bun­des­rat neu ein Kon­zept zur Be­kämp­fung von Miss­bräu­chen aus­ar­bei­ten lässt. Eine sys­te­ma­ti­sche Über­prü­fung der Kre­dit­ver­ga­ben unter an­de­rem über einen Ab­gleich mit Mehr­wert­steu­er­da­ten ist an­ge­zeigt, um die­ses aus­ser­ge­wöhn­li­che Hilfs­pa­ket auch ge­gen­über der Be­völ­ke­rung zu le­gi­ti­mie­ren.