Vernehmlassungsantwort

Stel­lung­nah­me: Ob­li­ga­to­ri­sches Re­fe­ren­dum für völ­ker­recht­li­che Ver­trä­ge mit ver­fas­sungs­mäs­si­gem Cha­rak­ter

Ge­mäss dem Vor­schlag des Bun­des­rats für eine Ver­fas­sungs­än­de­rung ge­stützt auf die Mo­ti­on 15.3557 sol­len völ­ker­recht­li­che Ver­trä­ge, die auf­grund ihrer Be­deu­tung auf der glei­chen Stufe ste­hen wie die Bun­des­ver­fas­sung, neu dem ob­li­ga­to­ri­schen Re­fe­ren­dum un­ter­ste­hen. eco­no­mie­su­is­se lehnt den Ent­wurf zur Ver­fas­sungs­än­de­rung ab. Be­reits heute be­ste­hen weit­ge­hen­de di­rekt­de­mo­kra­ti­sche Mit­be­stim­mungs­rech­te in der Aus­sen­po­li­tik. Diese wer­den in der prak­ti­schen An­wen­dung durch die Ver­fas­sungs­än­de­rung kaum ge­stärkt. Zudem lässt der Ver­nehm­las­sungs­be­richt kei­nen kon­kre­ten Hand­lungs­be­darf und Pro­blem­druck er­ken­nen. Aus Sicht der Wirt­schaft recht­fer­tigt der be­grenz­te Ge­winn an Rechts­si­cher­heit und for­mel­ler Kon­sis­tenz eine Ver­fas­sungs­än­de­rung nicht. Un­ab­hän­gig hält je­doch auch eco­no­mie­su­is­se den Dis­kurs über die de­mo­kra­ti­sche Mit­be­stim­mung in der Aus­sen­po­li­tik im Kon­text der Glo­ba­li­sie­rung für wich­tig und wird sich auch künf­tig aktiv daran be­tei­li­gen.