Vernehmlassungsantwort

Stel­lung­nah­me zur To­tal­re­vi­si­on der Ver­ord­nung über die elek­tro­ni­sche öf­fent­li­che Be­ur­kun­dung (EÖBV)

eco­no­mie­su­is­se un­ter­stützt die Re­vi­si­on im Grund­satz. Die stets zu­neh­men­de Be­deu­tung des elek­tro­ni­schen Ge­schäfts­ver­kehrs im Wirt­schafts­le­ben er­for­dert es, die Ab­läu­fe im Zu­sam­men­hang mit Rechts­ge­schäf­ten an die neuen tech­no­lo­gi­schen Mög­lich­kei­ten an­zu­pas­sen. Dass seit 2012 nun be­reits wie­der eine Re­vi­si­on nötig wurde, zeigt die Dy­na­mik der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung.

Bei den An­pas­sun­gen ist si­cher­zu­stel­len, dass die ge­wohn­te Hand­hab­bar­keit bei den be­trof­fe­nen Pro­zes­sen be­ste­hen bleibt. Dies ist nicht um­fas­send ge­währ­leis­tet. Es be­steht die Ge­fahr, dass durch über­trie­be­ne An­for­de­run­gen an die Si­cher­heit die durch die elek­tro­ni­sche Be­ar­bei­tung ge­won­ne­nen Ef­fi­zi­enz- und somit Kos­ten­vor­zü­ge wie­der neu­tra­li­siert wer­den.

Die Re­vi­si­on ist schliess­lich auch nicht vi­sio­när, wei­te­re Re­vi­sio­nen wer­den un­um­gäng­lich sein. Mög­lich­kei­ten der dy­na­misch fort­schrei­ten­den tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung wer­den nicht be­rück­sich­tigt. Schliess­lich ist auch nicht er­sicht­lich, wes­we­gen die Füh­rung des Ur­kunds­per­so­nen­re­gis­ters (UPReg), wel­ches neu für die Ur­kunds­per­so­nen ge­büh­ren­pflich­tig wird, nicht nach markt­wirt­schaft­li­chen Kri­te­ri­en durch eine pri­va­te Or­ga­ni­sa­ti­on er­fol­gen kann. Spä­tes­tens im Rah­men wei­te­rer Re­vi­sio­nen wer­den die Auf­ga­ben des Staa­tes im Be­reich des Re­gis­ter­rechts stär­ker hin­ter­fragt wer­den müs­sen.