Vernehmlassungsantwort

Ver­nehm­las­sungs­ant­wort zum Land­wirt­schaft­li­chen Ver­ord­nungs­pa­ket 2020

Die zen­tra­len An­lie­gen von eco­no­mie­su­is­se las­sen sich wie folgt zu­sam­men­fas­sen:

1. Har­mo­ni­sie­rung mit dem EU-Zu­las­sungs­pro­zess für Pflan­zen­schutz­mit­tel auch für Neu­zu­las­sun­gen 
Die Über­nah­me der Be­ur­tei­lung der EU beim Wi­der­ruf der Be­wil­li­gun­gen für Pflan­zen­schutz­mit­tel­wirk­stof­fe und -pro­duk­te muss zwin­gend mit einer Fris­ten­an­pas­sung und der Über­nah­me der EU-Be­ur­tei­lun­gen auch für neue Wirk­stof­fe, neue Pro­duk­te und neue An­wen­dun­gen ein­her­ge­hen. Eine sol­che Har­mo­ni­sie­rung be­wirkt Ef­fi­zi­enz und Fle­xi­bi­li­tät. Das Schwei­zer Zu­las­sungs­sys­tem soll aber wei­ter­hin er­hal­ten blei­ben und den schwei­ze­ri­schen Ge­ge­ben­hei­ten Rech­nung tra­gen kön­nen. 

2. Er­hö­hung all­ge­mei­ne Milch­zu­la­ge von 4,5 Rap­pen auf 5,5 Rap­pen 
Die für die Milch­zu­la­ge ein­ge­stell­ten Mit­tel in der Höhe von 79 Mil­lio­nen Fran­ken sind voll­um­fäng­lich für die Nach­fol­ge­lö­sung Schog­gi­ge­setz ein­zu­set­zen, wie dies in der da­ma­li­gen Bot­schaft auch aus­drück­lich vor­ge­se­hen war. Es war schon bei der Ein­füh­rung die­ser Zu­la­ge er­kenn­bar, dass die 4,5 Rap­pen mul­ti­pli­ziert mit der Menge nicht ver­käs­ter Milch we­ni­ger als 79 Mil­lio­nen Fran­ken er­ge­ben re­spek­ti­ve dass die 4,5 Rap­pen zu tief an­ge­setzt wur­den. 

3. Ab­leh­nung der Di­rekt­aus­zah­lung der Ver­kä­sungs­zu­la­ge 
Eine Än­de­rung des bis­he­ri­gen Sys­tems der Aus­zah­lung der Ver­kä­sungs­zu­la­ge an die Milch­ver­ar­bei­ter leh­nen wir ab, da sie neben Um­set­zungs­pro­ble­men auch die Sta­bi­li­tät im Milch­markt un­nö­tig ge­fähr­den könn­te.