Vernehmlassungsantwort

Bus­sen im Steu­er­recht: Stel­lung­nah­me zur Ver­nehm­las­sung

eco­no­mie­su­is­se nimmt zur Ver­nehm­las­sung des Bun­des­ge­set­zes über die steu­er­li­che Be­hand­lung fi­nan­zi­el­ler Sank­tio­nen Stel­lung. Zu­sam­men­ge­fasst ver­tritt eco­no­mie­su­is­se fol­gen­de Po­si­ti­on:

  • Über­ge­ord­ne­ten steu­er­recht­li­chen Prin­zi­pi­en fol­gend, sind Bus­sen, Geld­stra­fen sowie fi­nan­zi­el­le Ver­wal­tungs­sank­tio­nen mit Straf­zweck – ge­nau­so wie ge­winn­ab­schöp­fen­de Sank­tio­nen ohne Straf­cha­rak­ter – als ge­schäfts­mäs­sig be­grün­de­te Auf­wen­dun­gen zu qua­li­fi­zie­ren. Aus­län­di­sche fi­nan­zi­el­le Sank­tio­nen wer­den zudem nicht sel­ten in Ver­fah­ren aus­ge­spro­chen, wel­che den rechts­staat­li­chen Prin­zi­pi­en der Schweiz nicht ent­spre­chen. 
  • Volle Ab­zugs­fä­hig­keit hat auch für mit die­sen Ver­fah­ren zu­sam­men­hän­gen­den Pro­zess­kos­ten zu gel­ten. 
  • Ge­sell­schaft­lich nicht er­wünsch­tes Ver­hal­ten hat sich in der Höhe von Bus­sen oder al­len­falls in Form eines Aus­nah­me­ka­ta­logs nie­der­zu­schla­gen. 
  • Mit einer ge­setz­li­chen Re­ge­lung ist je­doch sinn­vol­ler­wei­se zu­zu­war­ten bis zum Vor­lie­gen der schrift­li­chen Be­grün­dung des Bun­des­ge­rich­tur­teils, wel­ches einen Ent­scheid des Zür­cher Ver­wal­tungs­ge­richts zu be­ur­tei­len hat, das die in­te­gra­le Ab­zugs­fä­hig­keit von Bus­sen mit Straf­cha­rak­ter be­jaht.