Teil des Bundeshauses in Bern

Covid-19: Lo­cke­run­gen kom­men zum rich­ti­gen Zeit­punkt

eco­no­mie­su­is­se ist er­freut, dass der Bun­des­rat heute eine deut­li­che Lo­cke­rung der Pan­de­mie-Mass­nah­men be­schlos­sen hat. Es be­stä­tigt sich, dass die Omi­kron-An­ste­ckun­gen die In­ten­siv­sta­tio­nen deut­lich ge­rin­ger be­las­ten als die bis­he­ri­gen Wel­len. Ent­spre­chend sind ein­schrän­ken­de Mass­nah­men nicht mehr ge­recht­fer­tigt. Mit dem heu­ti­gen Ent­scheid gibt der Bun­des­rat das Si­gnal, dass in der Schweiz bald wie­der ein wei­test­ge­hend un­ein­ge­schränk­tes Leben mög­lich sein wird.

Mit den heute be­schlos­se­nen Lo­cke­run­gen hält der Bun­des­rat sein Ver­spre­chen, dass er die Co­ro­na-Mass­nah­men lau­fend über­prü­fen und an­pas­sen werde. eco­no­mie­su­is­se be­grüsst, dass dies zum an­ge­kün­dig­ten Zeit­punkt er­folgt ist. Damit wird das Ver­trau­en in die Lan­des­re­gie­rung ge­stärkt. Die so­for­ti­ge Um­wand­lung der Home-Of­fice-Pflicht in eine Emp­feh­lung und die gleich­zei­ti­ge Ab­schaf­fung der Kon­takt­qua­ran­tä­ne hel­fen der Wirt­schaft sehr, denn sie er­leich­tern die Ar­beit in den Be­trie­ben. Krea­ti­vi­tät und In­no­va­ti­on be­dür­fen or­ga­ni­sier­ter Tref­fen und einem spon­ta­nen Aus­tausch vor Ort, aber auch Team­geist und Un­ter­neh­mens­kul­tur kön­nen nun wie­der bes­ser ge­för­dert wer­den. Selbst­ver­ständ­lich wer­den die Be­trie­be, so­lan­ge not­wen­dig, die gut funk­tio­nie­ren­den Schutz­kon­zep­te wei­ter­hin an­wen­den. Mit der sich ab­zeich­nen­den Be­ru­hi­gung der epi­de­mio­lo­gi­schen Lage wer­den aber auch diese schritt­wei­se ge­lo­ckert wer­den kön­nen.

Weit­ge­hen­de Lo­cke­run­gen an­ge­zeigt

Po­si­tiv zu wer­ten ist auch die in Aus­sicht ge­stell­te Auf­he­bung der Zer­ti­fi­kats­pflicht. Diese Mass­nah­me bringt den be­trof­fe­nen Bran­chen und der Be­völ­ke­rung eine er­heb­li­che Er­leich­te­rung. eco­no­mie­su­is­se er­war­tet am 17. Fe­bru­ar mög­lichst weit­ge­hen­de Lo­cke­run­gen. Ein­zig eine Mas­ken­pflicht im öf­fent­li­chen Ver­kehr ist bei an­hal­tend hohen Fall­zah­len not­wen­dig, damit Per­so­nen mit einem ge­schwäch­ten Im­mun­sys­tem in ihrer Be­we­gungs­frei­heit nicht ein­ge­schränkt wer­den. Mass­nah­men am Ar­beits­platz aber müs­sen vor Ort de­fi­niert wer­den: Ar­beit­ge­ber und Ver­an­stal­ter sol­len ei­gen­stän­dig ent­schei­den kön­nen, wel­che Schutz­mass­nah­men in ihrem Be­trieb noch sinn­voll sind.

Bund soll nur ef­fek­tiv an­ge­fal­le­ne Mehr­kos­ten de­cken

Der Wirt­schafts­dach­ver­band be­grüsst, dass für Här­te­fall­bei­trä­ge mit Covid-be­ding­ten Um­satz­ein­bus­sen neue Be­stim­mun­gen zur An­wen­dung kom­men, die der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on ge­recht wer­den. Er un­ter­stützt ins­be­son­de­re, dass nur ef­fek­tiv an­ge­fal­le­ne, un­ge­deck­te Kos­ten ent­schä­digt wer­den. Die ent­spre­chen­de Ver­ord­nung ist ins­ge­samt ziel­füh­rend, soll­te nun aber aus­lau­fen. Der Bun­des­rat be­tont zu Recht, dass der durch die Pan­de­mie aus­ge­lös­te, lang­fris­ti­ge Struk­tur­wan­del von den Un­ter­neh­men ei­gen­stän­dig ge­meis­tert wer­den muss, so­bald die staat­lich ver­ord­ne­ten Ein­schrän­kun­gen ent­fal­len.