Vernehmlassungsantwort

Ver­nehm­las­sung zu «09.530 Par­la­men­ta­ri­sche In­itia­ti­ve. Lö­schung un­ge­recht­fer­tig­ter Zah­lungs­be­feh­le»

Das Ziel der an­ge­streb­ten Revisi­on, den Schutz betroffe­ner Per­so­nen vor nach­teiligen Wirkun­gen un­ge­rechtfertig­ter Be­treibun­gen zu er­hö­hen, wird grund­sätz­lich un­ter­stützt.

Ab­ge­lehnt wird der in Art. 8b E-SchKG vor­ge­schla­gene Aus­schluss des Ein­sichts­rechts. Der Be­treibungs­auszug darf kei­nes­falls ge­rechtfertigte Be­treibun­gen verheimli­chen und damit ei­ne erhöh­te Bo­ni­tät vor­täu­schen. Auf den in Art. 73 Abs. 1 E-SchKG vor­ge­schla­genen Zu­satz «zu­sammen mit ei­ner Über­sicht über alle ge­gen­über dem Schuld­ner fäl­li­gen An­sprüche» ist zu verzich­ten. Die mit Art. 85a Abs. 1 E-SchKG vor­ge­schla­gene Kor­rek­tur der star­ren bundesgerichtli­chen Pra­xis be­grüsst economie­suisse.

Um un­ge­rechtfertigte Be­treibun­gen ra­scher aus dem Be­treibungs­regis­ter lö­schen zu las­sen, wird an­ge­regt, Art. 88 Abs. 2 SchKG zu än­dern, indem die dar­in statuier­te Jah­res­frist für die Fort­set­zung der Be­treibung er­heb­lich – zum Bei­spiel auf 30 bis 40 Tage – ver­kürzt wird. Falls der Gläubi­ger die Be­treibung in­nert die­ser Frist nicht pro­sequiert, ist der ent­spre­chen­de Ein­trag im Be­treibungs­regis­ter zu lö­schen.