Vernehmlassungsantwort

Stel­lung­nah­me zur Ver­nehm­las­sung zur Än­de­rung des Ur­he­ber­rechts­ge­set­zes (URG)

eco­no­mie­su­is­se nimmt zur Re­vi­si­on des Ur­he­ber­rechts­ge­set­zes (URG) Stel­lung.

Das Kern­an­lie­gen der Re­vi­si­on ist es, die On­line-Pi­ra­te­rie zu be­kämp­fen. eco­no­mie­su­is­se un­ter­stützt ge­ne­rell die wirk­sa­me Durch­set­zung von Im­ma­te­ri­al­gü­ter­rech­ten und ent­spre­chend auch des Ur­he­ber­rechts. Die Mass­nah­men zur Durch­set­zung dür­fen aber nicht über­schies­send sein. So­weit bei der Be­kämp­fung von Ur­he­ber­rechts­ver­let­zun­gen im In­ter­net Lü­cken be­ste­hen, sind diese zu schlies­sen, wobei die le­gi­ti­men In­ter­es­sen aller Be­tei­lig­ten aus­ta­riert wer­den müs­sen. Die im Vor­ent­wurf vor­ge­schla­ge­nen Mass­nah­men sind in wei­ten Tei­len pra­xis­fremd, kom­pli­ziert und kos­ten­trei­bend. Wir er­ach­ten sie als un­ver­hält­nis­mäs­sig und zur Ein­däm­mung der Pi­ra­te­rie teil­wei­se un­wirk­sam. In die­ser Form leh­nen wir daher die Mass­nah­men ab und be­an­tra­gen eine grund­le­gen­de Über­ar­bei­tung an­hand der Er­wä­gun­gen in die­ser Stel­lung­nah­me. Die Wirt­schaft braucht kon­struk­ti­ve, pra­xis­taug­li­che und ein­fach um­setz­ba­re Lö­sun­gen im Um­gang mit Ur­he­ber­rech­ten. Aus ge­samt­wirt­schaft­li­cher Sicht ist die Funk­ti­ons­fä­hig­keit des In­ter­nets als zen­tra­le In­fra­struk­tur der Wirt­schaft und der In­for­ma­ti­ons­ge­sell­schaft dabei prio­ri­tär.

Ins­ge­samt kri­ti­sie­ren wir, dass der Vor­ent­wurf in di­ver­sen Punk­ten – ge­ra­de auch bei Re­ge­lungs­ge­gen­stän­den, bei denen die Teil­neh­men­den der AGUR 12 eine grund­sätz­li­che Ei­ni­gung er­zielt hat­ten – über die Emp­feh­lun­gen der AGUR 12 hin­aus­geht.

Ex­pli­zit be­grüs­sen wir hin­ge­gen die Re­ge­lun­gen be­tref­fend der Ab­schaf­fung der Mehr­fach­be­las­tung auf Leer­trä­ger, die Ver­wen­dung von ver­wais­ten Wer­ken sowie die Ver­wen­dung von Wer­ken zu wis­sen­schaft­li­chen Zwe­cken.