Vernehmlassungsantwort

Mehr Staat mit der Lehr­stel­len-In­itia­ti­ve

Der Grund­ge­dan­ke – Stär­kung der Be­rufs­bil­dung – ist gut, der Weg hin­ge­gen pro­ble­ma­tisch. Auf die­sen Nen­ner lässt sich in etwa das Echo brin­gen, das die von di­ver­sen lin­ken Ju­gend­or­ga­ni­sa­tio­nen lan­cier­te Lehr­stel­len-In­itia­ti­ve beim Bun­des­rat, in den eid­ge­nös­si­schen Räten und in der Wirt­schaft ge­fun­den hat. Die In­itia­ti­ve, die am 18. Mai 2003 zur Volks­ab­stim­mung kommt, ver­langt ein in der Ver­fas­sung fest­ge­schrie­be­nes Recht auf be­ruf­li­che Grund­aus­bil­dung für alle. Die­ses soll durch einen von den Ar­beit­ge­bern fi­nan­zier­ten Be­rufs­bil­dungs­fonds ab­ge­si­chert wer­den. In den Ge­nuss die­ser Gel­der kom­men haupt­säch­lich staat­li­che Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen. Die bür­ger­li­che Mehr­heit emp­fiehlt das neue Be­rufs­bil­dungs­ge­setz als in­di­rek­ten Ge­gen­vor­schlag zur An­nah­me. Damit soll die Be­rufs­bil­dung ge­stärkt wer­den, ohne den engen Pra­xis­be­zug des dua­len Aus­bil­dungs­sys­tems in Frage zu stel­len.