Medienmitteilungen bis 2015

Neuer Prä­si­dent for­dert Nach­hal­tig­keit in allen Be­rei­chen

​​Der neue economie­suisse-Präsident Ru­dolf Wehr­li stellt sein ers­tes Amts­jahr un­ter das Schwerpunkt­the­ma Nach­haltigkeit. Der Be­griff dürfe aber nicht auf die öko­logi­sche Dimensi­on re­du­ziert wer­den, ge­nauso wich­tig sei­en ökonomi­sche und so­zia­le Fra­gen, sagte Wehr­li an der Jah­res­medi­enkon­ferenz des Wirt­schaftsdachver­bands in Zü­rich.

«Aus­ge­gli­chene Staats­fi­nan­zen sind die Grundla­ge für ei­ne nach­haltige Ent­wicklung.» Dank der Schuldenbrem­se stehe die Schweiz heu­te gut da. Aber auf­grund der Pro­bleme bei den Sozial­werken sei ei­ne stei­gen­de Ver­schuldung ab­sehbar. De­shalb müsse die Schuldenbrem­se auf die Sozi­alversi­cherun­gen aus­geweitet wer­den. 


Dane­ben warb Wehr­li un­ter dem Stich­wort der sozia­len Nach­haltigkeit für ei­ne Stär­kung des dua­len Berufsbildungs­systems. «Die­ses ga­ran­tiert brei­te Berufs­chan­cen für viele, bei ho­her Durch­lässigkeit nach oben.» Wenn die Schweiz als Hoch­lohn­land auch in Zu­kunft an der Spit­ze ste­hen wolle, brau­che das Land auf al­len Stu­fen bes­tens aus­gebilde­te Arbeits­kräfte – insbesonde­re im MINT-Be­reich, be­ton­te Wehr­li. 


Wehr­li nahm in sei­nem Refe­rat auch Stel­lung zur De­bat­te über die Min­der-In­itiative. Zwar sei­en die Beweg­grün­de hin­ter der In­itiative nach­vollziehbar, sie schies­se aber weit übers Ziel hin­aus. 


Im Be­reich der öko­logi­schen Nach­haltigkeit lie­gen die Schwer­punk­te vor al­lem in der Energiestra­tegie 2050 des Bun­des, aber auch bei der Verkehrsfi­nanzierung. Ers­te­re ver­folgt die Wirt­schaft mit Sorge. «Die Vorla­ge des Bun­des­rats ge­fähr­det die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Schweiz», warn­te Wehr­li. Die En­ergiestra­tegie set­ze zu stark auf staatli­chen Di­ri­gis­mus, statt die Markt­kräf­te zu stär­ken. ​
 
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